Clean Code Cheat Sheet


Ich war zwar selbst nicht vor Ort, aber auf der der itakeunonf wurde anscheinend ein brauchbarer Cheat Sheet verteilt der sich um ein paar Leitsätze dreht, die einem dabei Helfen Clean Code zu produzieren.

Wollt ich mir hier festhalten.

Greets

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Teardown: Was steckt hinter einer Software-as-a-Service Lösung?


Dieser Artikel behandelt das Konzeptions-Thema für eine Software-as-a-Service Lösung anhand eines konkreten Beispiels. Er zeigt, welche Überlegungen hierbei zu bedenken sind und wie sie im betrachteten Fall gelöst wurden.

Einleitung: Was ist SaaS?

Was ist Software-as-a-Service (kurz SaaS) eigentlich?

Der Begriff gehört zu der Gruppe XXX-as-a-Service wobei XXX üblicherweise für einen dieser 3 Begriffe steht: Infrastructure, Platform oder Software – man liest zuweilen noch beliebige andere Begriffe. Im Grunde genommen bedeutet es aber nichts anderes, als die Verwendung des jeweiligen XXX ohne sich mit Installation, Betrieb und Wartung herumschlagen zu müssen. Also sozusagen „Plug and Play“.

SaaS_Pyramide

Die 3 genannten Begriffe sind üblicherweise aufbauend zu sehen. Das bedeutet, die unterste Stufe ist die Infrastruktur, z.B. das Hosting eines Servers durch einen Provider. Darüber kommt die Plattform, z.B. Datenbanken oder Middlewares. Ganz oben in dieser Reihung steht dann eine fertig zu verwendende Software. Das sind dann typische Cloud-Applikationen, die jeder von uns kennt. Je weiter man hier nach oben steigt umso näher kommt man dem Anwender.

Aus gegebenem Anlass – dem Start unseres neuen SaaS Dienstes design2budget – möchte ich hier einige Grundkonzepte beschreiben, die beim Design so einer Lösung zu beachten sind.

Basisverständnis

design2budget_logo-writingUm die nachfolgend beschriebenen Überlegungen und die getroffenen Entscheidungen zu verstehen, möchte ich einen kurzen Einblick geben, was design2budget ist.

design2budget ist eine Cloud-Applikation mit der eine Firma ihre Kunden, Angebote und Aufträge verwalten bzw. in weiterer Folge natürlich auch Verrechnungs- und Mahnwesen automatisiert abbilden kann. Die Grundidee ist – Sie kennen es sicher auch aus eigener Erfahrung – wenn Sie ein bestimmtes Vorhaben planen, holen Sie sich Angebote ein. Oft dauert es mehrere Wochen, bis Sie das Angebot erhalten und dann sitzen Sie besser auf einem Stuhl, denn neben der Themenverfehlung entspricht der Preis nicht dem was Sie im Kopf hatten. Unsere Lösung schafft hier Abhilfe, denn wir setzen auf den Einsatz von modernen Endgeräten, wie z.B. Tablets, mit denen Ihnen der Vertriebsmitarbeiter bereits vor Ort einen Preis nennen kann und das Angebot entsprechend Ihren Wünsche gestalten kann.

Wichtig für die folgenden Konzeptbeschreibungen ist jedoch, dass es sich bei den Kunden um Firmen handelt, die durchaus auch mehrere Benutzer (Vertriebsmitarbeiter, Techniker, Backoffice Mitarbeiter, …) haben. Daher wird das Wort „Mandant“ als Synonym für die Firma eingesetzt und die Benutzer sind User Accounts die einem Mandanten zugeordnet sind.

Datenhaltung und Datentrennung

dbinstance_per_mandantDa die in design2budget abgelegten Daten sensibler Natur sind, war für uns eine Mandantentrennung eine fixe Voraussetzung. Jeder Mandant erhält in unserer Lösung tatsächlich eine eigene Datenbank. Um diese strikte Trennung noch zu verschärfen, werden hierbei pro Mandant zufallsgenerierte Zugangsdaten erstellt und verschlüsselt hinterlegt. So hat ein Angreifer keine Chancen, bei Kompromittierung eines Mandanten auf die Daten eines anderen Mandanten zuzugreifen.

Skalierung

Eine Cloud-Applikation ist vom Prinzip her so ausgelegt, dass möglichst viele Anwender diese Software verwenden können. Um diesen Anspruch gerecht zu werden, sind bereits in der Konzeptionsphase entsprechende Skalierungsmaßnahmen zu planen. Die bei diesen Konzepten oft getroffene Entscheidung „dann geben wir der Maschine darunter einfach mehr RAM oder CPU“ hilft hierbei leider nur begrenzt weiter. Selbst mit Virtualisierungstechnologie ist damit sehr schnell Schluss.

skalierungMit design2budget haben wir uns für eine 2-stufige Skalierungsvariante auf Applikationsebene entschieden. In der Stufe 1 wird einem Mandant ein primärer (von mehreren vorhandenen) Applikationsserver zugeteilt. Erreicht der Mandant eine bestimmte Größe (Anzahl an Benutzern) tritt Stufe 2 in Kraft. Die Applikation wird auf mehrere gleich berechtigte Applikationsserver aufgeteilt und mit einem vorgelagerten Load-Balancer wird die Belastung gleichmäßig verteilt.

Deployment

Um die beschriebene Datentrennungs- und Skalierungsmaßnahmen umzusetzen benötigt es natürlich einer Steuerung. Hierzu gibt es ein Management Service, welches mit einer zentralen Instanz – dem Management-System – die anfallenden Tasks koordiniert und durchführt. Dazu gehören:deployment

  • Aktivierung eines neuen Mandanten
  • Deaktivierung / Löschung eines Mandanten
  • Automatische Ressourcen Verteilung
  • Update der Applikation
  • Reporting (für Verrechnungszwecke)
  • Backup- und Notfall-Mechanismen

Beim Betrieb eines Cloud-Services sollte das Konzept also bereits vorsehen, möglichst viele Tätigkeiten zu automatisieren.

Reporting

Was ist mit Reporting gemeint? Natürlich bietet design2budget eine Reporting Engine mit der die Hit-Rate, Conversion-Rate, usw. ausgewertet werden kann. Doch hier in diesem Artikel ist damit das notwendige Reporting für eine Verrechnung aus unserer Sicht gemeint.

Unser Verrechnungs-Modell basiert auf einer monatlichen Basisgebühr, welche 3 Benutzer-Accounts beinhaltet. Optional können weitere Benutzer-Accounts direkt im Programm angelegt werden.

Daher benötigen wir für jeden Mandanten die Anzahl an aktiven Benutzern um diese entsprechend zu verrechnen. Wie bereits erwähnt, haben wir keinen direkten Zugriff auf die Datenbanken, denn die Zugangsdaten wurden zufällig erzeugt und verschlüsselt abgelegt. Daher übernimmt der im vorigen Absatz genannte Management-Service die Aufgabe, diese Daten pro Mandant zu sammeln und an unser zentrales Management-System zu übermitteln.

Wir als Betreiber haben daher nur die Daten zur Verfügung, die wir zur direkten Verrechnungen benötigen. Zu einem sauberen Konzept gehört für uns auch die Überlegung, welche Daten hat wer wann im Zugriff.

Partner-Konzept

Wie bereits angesprochen, handelt es sich um sensible Daten, die durch unsere Lösung generiert und verwaltet werden. In Zeiten in denen viele Unternehmen Ihre Mails und Kalender einem großen Suchmaschinenbetreiber anvertrauen, gibt es weiterhin Unternehmen, die Ihre Daten selbst verwalten – in der sogenannten Private-Cloud.

Unsere Lösung nimmt auf diesen Umstand Rücksicht und das vorher beschriebene Deployment- und Skalierungsmodell erlaubt es, eine Instanz von design2budget in der eigenen Firma oder im eigenen Rechenzentrum zu betreiben.

architektur_partner2Der Mandant erhält eine vollständige Umgebung inkl. vorher angesprochenem Management-System. Dieses System dient als Gateway um sich mit unserer zentralen Management-Instanz zu verbinden, um dort die konsolidierten Reporting Daten für unsere Verrechnung abzuliefern und sich Applikations-Updates zu holen.

Durch dieses Konzept ist es uns sogar möglich, das gesamte Cloud-Service – mit allen beschriebenen Mechanismen – schlüsselfertig einem Partner als OEM Produkt zur Verfügung zu stellen. Der Partner kann seine eigene Infrastruktur verwenden um mehrere Applikationsserver aufzusetzen, selbst wiederum mehrere Mandanten anzulegen, diese zentral zu verwalten und die Abrechnung zu übernehmen. Das zentrale Management-System des Partners nimmt die gleiche Gateway-Rolle wie bei der Private-Cloud Variante ein und übermittelt an unsere Management-Instanz die konsolidierten Informationen, wie die Gesamtanzahl an Mandanten und die Gesamtanzahl an Benutzern aller Mandanten zusammen.

Abschlussbemerkung

Wie man aus den hier angeführten Überlegungen sieht, ist es nicht einfach damit getan, eine Webanwendung zu schreiben und diese auf einem Webserver zu installieren.

Will man SaaS professionell betreiben, so sind eine Menge Überlegungen im Hintergrund anzustellen und entsprechend umzusetzen:

  • Datenhaltung: wo und wie lege ich die Nutzerdaten ab
  • Datensicherheit: wer darf wann auf welche Daten zugreifen, welche Daten brauche ich als Betreiber
  • Skalierung: wie gehe ich mit steigender Belastung um
  • Automatisierung: was kann ich automatisieren, wie übernehme ich das Deployment, Updates, …
  • Verrechnung: welche Daten benötige ich und wie komme ich zu den Daten, die ich zum Verrechnen benötige
  • Markterweiterung: wie kann ich meine Lösung wiederverwenden, wie kann ich neue Märkte erschließen (in unserem Fall durch das Partner Modell)

Ausblick

Wir haben uns nicht nur mit den Konzepten und der Technik beschäftigt. Auch gehen wir mit unserem Produkt neue Themen an. In einem kommenden Artikel werde ich den Trend Gamification etwas näher beleuchten.

Über den Autor

Ing. Leo Eibler ist im Bereich Beratung und IT Service Management tätig sowie Geschäftsführer von cubic zebra. Das in diesem Artikel als Beispiel herangezogene Projekt design2budget wurde durch cubic zebra entwickelt und wird als Cloud-Service vertrieben.

 

 

 

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Mailserver SPF, DKIM, DMARC – Was wie und warum?


Domain-based Authentifizerung für Emails mit SPF, DKIM und DMARC

Vorwort:

Als Admininstrator von Servern stößt man immer wieder auf die Schlagwörter SPF, DKIM, DMARC. Da ich mich nun aufgrund eines aktuellen Projekts ebenfalls mit Email Versand und nicht-als-spam-markiert-werden beschäftigt habe möchte ich hier eine kleine Erklärung und Anleitung zu diesem Thema bereitstellen.

Die Beispielkonfiguration in diesem Artiel verwendet debian Linux mit postfix und opendkim und bind als DNS Server.

Was ist SPF, DKIM, DMARC

Zuerst einmal zur Begriffserklärung:

SPF = Sender Policy Framework – http://en.wikipedia.org/wiki/Sender_Policy_Framework

DKIM = Domain Key Identified Mail – http://en.wikipedia.org/wiki/DomainKeys_Identified_Mail

DMARC = Domain-based Message Authentication, Reporting and Conformance – http://en.wikipedia.org/wiki/DMARC

Wozu?

Alle 3 Methoden helfen, dass die Gegenstelle (Mailempfänger) überprüfen kann ob der Absender (Server) der Email authorisiert ist, Emails unter dieser Domain zu versenden.

Was braucht man dazu und wie funktionierts?

  • opendkim (=milter für Postfix)
  • dns TXT Records

Wird eine Email verschickt hängt der opendkim Dämon (ACHTUNG: nicht mehr dkim-filter verwenden, wird nicht mehr weiterentwickelt) an jede ausgehende Email einen Key an. D.h. er signiert jede Email einer Domain für die er authorisiert ist mit dem hinterlegten Schlüssel.

Dieser Key wird dann vom Empfänger überprüft indem er den entsprechenden DKIM TXT Record (mail._domainkey.domain.tld. IN TXT “v=DKIM1; …”) aus dem DNS abruft und die Signatur prüft.

Zusätzlich kann der Empfänger auch prüfen ob der Versenderserver vom Domaininhaber authorisiert wurde, Emails für diese Domain zu versenden. Dies geschieht indem er den SPF TXT Record (domain.tld. IN TXT “v=spf1 ….”) überprüft. Dort ist z.B. hinterlegt, welcher Mailserver mit welchen Hostnamen und welchen IP Adressen Mails verschicken darf.

Zuletzt kann der Empfänger über den DMARC TXT Record (_dmarc.domain.tld. IN TXT “v=DMARC1; …”) eine Regel einholen, wie er denn mit den Emails verfahren soll, die die Prüfung nicht bestanden haben (z.B. von einem Host geschickt, der im SPF Record nicht erlaubt ist oder die DKIM Signatur nicht überprüft werden konnte).

ran ans Eingemachte – die Konfiguration

Um die zusammengehörigen Konfigurationseinstellungen besser ersichtlich zu machen wurden einzelne zusammengehörige Teile farblich markiert. z.B. die Domain, der Selektor, usw. …

Konfiguration opendkim Daemon

Wie bereits beschrieben sind die Rahmenbedingungen eine funktionierende postfix Installation und voller Zugriff auf die DNS Einträge einer Domain (zum Anlegen von TXT Records).

Installation des opendkim Pakets (debian):

root@shmail:/etc# apt-get install opendkim

Nun muss für den opendkim Daemon und für Postfix noch die Schnittstelle konfiguriert werden, über die beide miteinander kommunizieren. Dies geschieht im /etc/default/opendkim Konfigurationsfile:

root@shmail:/etc/default# cat opendkim
# 20141108 leo.eibler add listener
SOCKET="inet:8891@localhost" # listen on loopback on port 8891

In diesem Beispiel hört der opendkim Daemon auf den localhost Socket Port 8891.

Dazu passend muss nun postfix im Konfigurationsfile /etc/postfix/main.cf konfiguriert werden:

root@shmail:/etc/postfix# cat main.cf
...
# 20141108 leo.eibler add DKIM support
milter_default_action = accept
milter_protocol = 2
smtpd_milters = inet:localhost:8891
non_smtpd_milters = inet:localhost:8891

Die Konfigurationsdatei des opendkim Pakets selbst liegt in /etc/opendkim.conf . Hier sind nun einige Anpassungen durchzuführen:

root@shmail:/etc# cat opendkim.conf
# Log to syslog
Syslog                  yes
SyslogSuccess           yes
LogWhy                  yes
# Required to use local socket with MTAs that access the socket as a non-privileged user (e.g. Postfix)
UMask                   002

# 20141109 leo.eibler this is a multidomain setup (use different keys for different domains)
# run command for each domain to generate keys:
#   cd /etc/mail
#   opendkim-genkey -r -s mail -d otherdomain.com
#   mv mail.private otherdomain.com.dkim.private
#   mv mail.txt otherdomain.com.dkim.txt
#   chmod ugo+r otherdomain.com.dkim.*
#   /etc/init.d/opendkim restart
# add TXT record to dns from file otherdomain.com.dkim.txt
# append domain to these 2 files:
KeyTable                /etc/mail/DkimKeyTable
SigningTable            refile:/etc/mail/DkimSigningTable

Nach der Konfiguration des opendkim Pakets müssen die entsprechenden Signatur Einträge für die jeweilige Domain erzeugt werden. Hierzu gibt es das opendkim-genkey tool, welches im opendkim Paket mitinstalliert wird:

root@shmail:/etc/mail# opendkim-genkey -r -s mail -d domain.tld

Nach der Ausführung des Kommandos finden sich 2 neue Dateien im Verzeichnis /etc/mail:

  • mail.private = enthält den Schlüssel mit dem die versendete Email vom opendkim/postfix Gespann signiert wird
  • mail.txt = enthält den TXT DNS record mit der Signatur, die vom Empfänger geprüft werden kann

Nun muss opendkim noch mitgeteilt werden, wie es die Keys findet. Der erste Schritt dazu ist die SigningTable Datei. Sie enthält das Mapping von Versender Adresse (FROM: ….@domain.tld) zu Keyfile das für die Signatur verwendet wird:

root@shmail:/etc/mail# cat /etc/mail/DkimSigningTable
# format:
#   $pattern    $keyname
*@domain.tld             domain.tld
*@otherdomain.tld        otherdomain.tld

Der Einfachheit halber wird der keyname gleich wie der Domainname gewählt. Hier könnte man z.B. auch 2 Domains mit dem selben Key signieren, indem der gleiche keyname verwendet wird.

Die zweite Konfigurationsdatei KeyTable enthält mehrere Komponenten:

  • den Verweis auf die Datei mit der Signatur (die Datei mail.private mit opendkim-genkey erstellt wurde):
  • die Domain für die signiert wird
  • den Selektor der vom Empfänger in der DNS Abfrage verwendet wird um die Signatur zu überprüfen
root@shmail:/etc/mail# cat /etc/mail/DkimKeyTable
# format:
#   $keyname    $domain:$selector:$keypath
domain.tld               domain.tld:mail:/etc/mail/domain.tld.dkim.private
otherdomain.tld          otherdomain.tld:mail:/etc/mail/otherdomain.tld.dkim.private

Nach Abschluss der Konfiguration (oder hinzufügen einer Domain) muss der opendkim Daemon neu gestartet werden:

root@shmail:/etc# /etc/init.d/opendkim restart

Häufige Fehler:

  • Die Signaturdatei kann aufgrund der Dateirechte von opendkim nicht gelesen werden (chmod ugo+r … oder chown postfix …)
  • opendkim wurde nicht neugestartet: /etc/init.d/opendkim restart
  • postfix wurde nicht neugestartet: /etc/init.d/postfix restart

Konfiguration DNS Records

Nach der Konfiguration des opendkim Daemons wird nun jede Email von Postfix entsprechend um eine DKIM Signatur ergänzt. Nun fehlen die DNS Einträge, mit denen der Empfänger nun den Versender überprüfen kann.

DNS: Sender Policy Framework (SPF)

Hierzu ist im DNS Zone Record (in diesem Beispiel bind) ein entsprechender TXT Record für die Domain einzurichten:

; TXT records for SPF
domain.tld. IN TXT  (
	 "v=spf1 mx a ip4:10.1.1.40/29 ip4:192.168.0.64/29 "
	 "a:www.domain.tld a:subdomain.domain.tld "
	 "include:mail.hoster.tld"
	 )

Was bedeuten diese Angaben im SPF Record?

  • Der TXT record wird durch die Angabe v=spf1 als SPF Version 1 Record identifiziert
  • mx und a bedeuten, dass der in den MX Records eingetragene Mailserver und die Domain selbst berechtigt ist Emails zu versenden
  • Die beiden ip4:…. Einträge bedeuten, dass Server mit einer IP Adresse in den angegebenen Subnetzen berechtigt sind, Emails für diese Domain zu versenden. Es können durch Hinzufügen mehrerer ip4 Abschnitte mehrere IP Nutze angegeben werden (in diesem Beispiel 2). Hier müssen z.B. die IP Adressen der Mailrelays des Hosters eingetragen werden
  • Die a:<subdomain>.domain.tld Einträge erlauben das Versenden von Mails von den angegebenen Subdomains. Auch hier sind mehrere Einträge für mehrere Subdomains erlaubt
  • Die include:<andere Domain> Einträge fügen weitere Domains bzw. Hosts hinzu, denen es erlaubt ist, Emails zu versenden. Hier wird z.B. das Mailrelay des Hosters eingetragen. Auch hier sind mehrere Einträge für mehrere andere Domains erlaubt

Häufige Fehler:

  • Der Punkt nach dem Domainnamen fehlt: domain<PUNKT>tld<PUNKT> IN TXT ”….”
  • Der TXT Record ist zu lange. Hier in diesem Beispiel wurde der TXT Record auf mehrere Zeilen aufgetrennt. Die Syntax hierfür lautet: Klammer auf ( danach in Anführungszeichen “erster Teil<Leerzeichen>” danach nächste Zeile in Anführungszeichen “zweiter Teil” usw. und abschließend Klammer zu ). Wichtig hierbei: Die Leerzeichen innerhalb der einzelnen in Anführungszeichen eingeschlossenen Abschnitte nicht vergessen: “erster Teil” “zweiter Teil” wird sonst zu “erster Teilzweiter Teil” zusammengesetzt.
  • Die Serial Number des Zone Records wurde nicht erhöht
  • Die Ablaufzeit des Zone Records ist sehr hoch gesetzt und die anderen Server haben die Änderungen noch nicht mitbekommen

DNS: Domain Key Identified Mail (DKIM)

Für das DKIM Signatur Verfahren sind ebenfalls im DNS Zone Record (in diesem Beispiel bind) ein entsprechender TXT Record für die Domain einzurichten:

mail._domainkey.domain.tld. IN TXT  (
	 "v=DKIM1; g=*; k=rsa; p=MIGfMA0GCSqGSIb3DQEBAQUAA4GNADCBiQKBgQCvkDET02OqKcvgkpSxRvGMVzqwj5fxNFcuLWhLCcMsdx7hxlquRppBjbirvEV0HgRHS/za+KKp45edd4qBeChASEbJJ2NpNGIyL+Jy0jmpCK1E5AZKopjSLnSMo78lkaZDj/t5XRqj0qhnldUgtOGj6M8PHvN7AH9UBpXxhXAe1QIDAQAB"
	 )

Nun ist der Selektormail” wichtig, der in der opendkim Konfiguration angegeben wurde:

  • siehe opendkim-genkey -r -s mail -d domain.tld Aufruf mit -s mail = Selektor “mail
  • siehe Konfigurationsdatei KeyTable mit domain.tld domain.tld:mail:/etc/mail/domain.tld.dkim.private = Selektor :mail:

Der TXT Record wird also mit mail._domainkey.domain.tld. angelegt.

Was bedeuten diese Angaben im DKIM Record?

  • Der TXT record wird durch die Angabe v=DKIM1 als DKIM Version 1 Record identifiziert
  • Das Verschlüsselungsverfahren RSA wird mit k=rsa festgelegt
  • Der Schlüssel zum Überprüfen wird mit p=<key> festgelegt. Dies ist der Schlüssel der durch opendkim-genkey in der mail.txt Datei erzeugt wurde

Häufige Fehler:

  • Der Punkt nach dem Domainnamen fehlt: mail<PUNKT>_domainkey<PUNKT>domain<PUNKT>tld<PUNKT> IN TXT ”….”
  • Der Selektor (hier im Beispiel mail) ist falsch bzw. stimmt nicht mit der opendkim Konfiguration überein
  • Serial Number oder Caching des Zone Records

DNS: Domain-based Message Authentication, Reporting and Conformance (DMARC) Richtlinie

Die DMARC Richtlinie sagt dem Empfänger, wie er denn mit einer Email die nicht die Prüfungen für SPF und/oder DKIM bestanden hat umzugehen hat.

Die DMARC Richtlinie wird ebenfalls im DNS Zone Record (in diesem Beispiel bind) über einen entsprechenden TXT Record für die Domain veröffentlicht:

_dmarc.domain.tld. IN TXT “v=DMARC1; p=quarantine; rua=mailto:postmaster@domain.tld”

Der TXT Record wird also mit _dmarc.domain.tld. angelegt.

Was bedeuten diese Angaben in der DMARC Richtlinie?

  • Der TXT record wird durch die Angabe v=DMARC1 als DMARC Version 1 Record identifiziert
  • Die Angabe p=quarantine bedeutet, dass eine Email die nicht die Prüfungen besteht entsprechend markiert (z.B. als Spam) werden soll. Weitere Alternativen hierzu wären p=none – dies wird als TEST Mode bezeichnet (der Empfänger prüft zwar ignoriert aber das Ergebnis und behandelt die Domain wie wenn keine SPF und DKIM Records existieren würden). Die härteste Variante ist mit p=reject anzugeben – Emails werden bei fehlerhafter Überprüfung abgewiesen
  • An die im optionalen Parameter rua=<Email-Adresse> angegebene Email Adresse wird täglich ein XML Report versendet mit einer Zusammenfassung über die fehlerhaften Emails die beim Empfänger eingelangt sind

Weitere Parameter und Angaben finden sich auf der DMARC Webseite: http://www.dmarc.org

Häufige Fehler:

  • Der Punkt nach dem Domainnamen fehlt: _dmarc<PUNKT>domain<PUNKT>tld<PUNKT> IN TXT ”….”
  • Es ist der Test Modus aktiv p=none
  • Serial Number oder Caching des Zone Records

Testen der Einrichtung

Testen der DNS Konfiguration

Zuerst kann die DNS Einrichtung der TXT Records z.B. mit dig oder nslookup überprüft werden (alle Ausgaben gekürzt).

Überprüfen des DNS Servers ns1.hoster.tld auf dem die TXT Records für die Domain angelegt wurden – SPF:

root@soyuz:~# dig @ns1.hoster.tld. TXT domain.tld
; <<>> DiG 9.7.3 <<>> @ns1.hoster.tld. TXT domain.tld
domain.tld. 21600 IN TXT  "v=spf1 mx a ip4:10.1.1.40/29 ip4:192.168.0.64/29 a:www.domain.tld a:subdomain.domain.tld include:mail.hoster.tld"

Man sieht hier schön, dass die einzelnen Teile in Anführungszeichen zusammengefügt wurden und als ein ganzer Block ausgegeben werden. Hier kann man nun kontrollieren ob man z.B. ein Leerzeichen in einem Block vergessen hat.

Überprüfen des DNS Servers ns1.hoster.tld auf dem die TXT Records für die Domain angelegt wurden – DKIM:

root@soyuz:~# dig @ns1.hoster.tld. TXT mail._domainkey.domain.tld
; <<>> DiG 9.7.3 <<>> @ns1.hoster.tld. TXT mail._domainkey.domain.tld
mail._domainkey.domain.tld. 21600 IN TXT  "v=DKIM1\; g=*\; k=rsa\; p=MIGfMA0GCSqGSIb3DQEBAQUAA4GNADCBiQKBgQCvkDET02OqKcvgkpSxRvGMVzqwj5fxNFcuLWhLCcMsdx7hxlquRppBjbirvEV0HgRHS/za+KKp45edd4qBeChASEbJJ2NpNGIyL+Jy0jmpCK1E5AZKopjSLnSMo78lkaZDj/t5XRqj0qhnldUgtOGj6M8PHvN7AH9UBpXxhXAe1QIDAQAB"

Überprüfen des DNS Servers ns1.hoster.tld auf dem die TXT Records für die Domain angelegt wurden – DMARC:

root@soyuz:~# dig @ns1.hoster.tld. TXT _dmarc.domain.tld
; <<>> DiG 9.7.3 <<>> @ns1.hoster.tld. TXT _dmarc.domain.tld
_dmarc.domain.tld. 21600  IN      TXT     "v=DMARC1\; p=quarantine\; rua=mailto:postmaster@domain.tld"

Testen der Mail Konfiguration

Verschicken einer Email von der jeweiligen Domain an einen Test Service wie z.B. check-auth@verifier.port25.com

root@test:~# echo "Dies ist ein Test" | mail -s "test email" check-auth@verifier.port25.com -- -f postmaster@domain.tld

Nun sollte auf der Absender Email Adresse postmaster@domain.tld eine Antwort eintreffen die hoffentlich so aussieht:

...
==========================================================
Summary of Results
==========================================================
SPF check:          pass
DomainKeys check:   neutral
DKIM check:         pass
DKIM check:         pass
Sender-ID check:    pass
SpamAssassin check: ham
...

Falls bei SPF, DKIM und Sender-ID jeweils pass steht funktioniert die Konfiguration.

Gratulation! gmail signiert durch domain.tld
Gratulation! gmail signiert durch domain.tld

Eine Prüfung ist auch einfach mittels gmail möglich.

Hat alles geklappt zeigt gmail Signiert durch: domain.tld

 

 

Gratulation!

Über den Autor

Ing. Leo Eibler ist hauptberuflich im Bereich Beratung und IT Service Management tätig. Neben seiner beruflichen Tätigkeit entwickelt er Webapplikationen und kümmert sich auf freiwilliger Basis um den Betrieb von diversen Servern.

http://www.eibler.at/

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Jenkins – Manueller Neustart


Kurz und knapp und zur Dokumentation für mich selbst, die Möglcihkeiten Jenkins manuell neuzustarten (abgesehen von der klassischen Möglichkeit an der Kommandozeile)

(jenkins_url)/safeRestart

Alle im moment laufenden Jobs werden noch beendet. Neue Jobs werden in einer Queue vorgehalten um sie nach dem Neustart durchzuführen.

(jenkins_url)/restart

Wenns schneller gehen soll. Laufende Jobs werden ignoriert und einfach abgebrochen.

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Refactoring: Eine Methode mit einem Methodenobjekt ersetzen


Heute möchte ich meine neue Artikelserie einläuten: Refactoring. Dabei werde ich in unregelmäßigen Abständen Tipps und Tricks dazu veröffentlichen. Der erste geht im speziellen an meinen Freund Eggi, der viel mit von Kollegen geerbten Legacy Code zu kämpfen hat:

Wer kennt sie nicht, viel zu lange Methoden. Mit Variablen die am anfang deklariert, in der Mitte 5x verändert und am Ende zurückgegeben werden sollen. Und dann auch noch 2 oder mehr von den Dingern!

Ok es müssen nicht 5 davon sein, und die Methode noch nichtmal lange. Ein schnelles, bewusst sehr simples Beispiel: Einfach mal versuchen die beiden Zuweisungen mittels Eclipse -> Extract Method als neue private Method rausziehen.

package test;

public class ToMuchVarMethod {
	
	public void shortExample(){
		
		int i = 1;
		int j = 1;
		
		i = 2;
	    j = 2;
	    
	    System.out.println(i +" "+ j);
	}

}

Die neue Methode wird einem mit der Meldung „Ambiguous return value: Selected block modifies more than one local variable used in subsequent code.“ versagt.

Was also tun? Nun es mag in dem hier gewählten Beispiel nicht besonders schlau wirken, aber eine saubere Lösung wäre es, die Methode in ein eigenes Objekt umzuwandeln. Man muss dazu den Scope der lokalen Methodenvariablen ändern und sie zu Instanzvariablen dieses Objektes werden lassen. Als nächsten Schritt gilt es, die lange Methode in einzelne Methoden innerhalb des neuen Objekts aufzusplitten. Die neue Klasse bietet dann eine Startmethode an wie z.B. compute() oder run() und bildet darin durch die einzelnen Methodenaufrufe die alte Methode nach.

So entsehen gut testbare Units und klare logische Abgrenzungen was in den einzelnen Methoden passiert.

Auch wenn es in dem hier angeführten Beispiel zu mehr Zeilen Code führt und somit etwas aufgebläht wirkt, bedient man dabei doch folgende zwei Prinzipien, die zu einem besser lesbaren, verständlicheren und damit besser wartbaren Code führen:

Hier noch das Beispiel von oben aufgesplittet in

das Aufrufende Objekt:

package test;

public class ToMuchVarMethod {
	
	public void shortExample(){
		
		ShortExample e = new ShortExample(1, 1);
		e.compute();
	}

}

und Methodenobjekt:

package test;

public class ShortExample {
	
	private int i;
	private int j;
	
	ShortExample(int i, int j){
		this.i = i;
		this.j = j;
	}
	
	private void setToTwo(){
		this.i = 2;
		this.j = 2;
	}
	
	private void print(){
		System.out.println(this.i + " "+ this.j);
	}
	
	public void compute(){
		setToTwo();
		print();
	}

}

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