eXtreme Programming explained – embrace change


extreme programming explained
eXtreme Programming explained – embrace change

2nd Edition von Kent Beck mit Cynthia Andres
erschienen bei Addison-Wesley Longman, Amsterdam
am 16.November 2004 mit 189 Seiten
ISBN 978-0321278654

 

Ich habe das Buch „eXtreme Programming explained – embrace change“ von einem Kollegen bekommen mit dem Hinweis, es sei perfekt um einen Einstieg in das Thema Extreme Programming zu bekommen.

Vorweg, ich kenne die erste Edition des Buches nicht. Der Autor Kent Beck, seinesgleichen einer der Erfinder von eXtreme Programming, hat 5 Jahre nach der ersten Edition noch einmal einen Blick in sein Buch geworfen und seine Erfahrungen die er in diesen 5 Jahren gemacht hat mit einfließen lassen. Seine veränderten Wahrnehmungen hat er auch als solche niedergeschrieben, so dass man als Leser eine ungefähre Ahnung hat, was sich in den 5 Jahren an seinen Ansichten zu XP verändert hat. Der Autor pflegt einen guten und verständlichen Schreibstil, und da das Buch voller Soft Skills steckt, und somit keine technischen Fakten an einem PC nachgestellt oder ausprobiert werden müssen,  ist es auch hervorragend für die U-Bahn oder anderen öffentlichen Verkehr geeignet.

Das Buch unterteilt sich in zwei große Kapitel: „Exploring XP“ und „Philosophy of XP“.

Im ersten Teil wird mehr auf die Prinzipien und Methodiken eingegangen, bzw. aufgezeigt wie man sich selbst mit XP befassen kann. Dazu versucht er zuerst die Werte die hinter XP stecken zu kommunizieren. Kommunizieren ist dabei ein wichtiges Wort, denn darum dreht sich eigentlich alles an XP. Die Werte, als solches: Kommunikation, Einfachheit, Feedback, Courage und Respekt, ihnen allen liegt ein gewisses Maß an Kommunikationsbereitschaft zu Grunde (daher wohl auch als ersten Punkt).

Die Werte und Prinzipien sollen aufzeigen, dass Software von Menschen geschrieben wird. So tragen auch die Prinzipien, die Beck nennt, die Kommunikation in sich. Hierbei geht es um die Art und Weise wie das Team miteinander umgehen und nach Außen auftreten sollte. Alles in allem sind dies Punkte, die jeder für sich selbst verinnerlichen sollte und in der Praxis dann anhand diverser Methodiken anwenden kann.

Die in meinen Augen wohl wichtigsten Methodiken des XP wären das Pair Programming, häufige/kurze Iterationen, Stories und Test-Driven-Development. Beck beschreibt in seinem Buch neben diesen natürlich noch weitere Methoden. Mit einem ersten Satz an Methoden empfiehlt der Autor den Start in die Anwendung von eXtreme Programming. Zu diesen führt er jedoch noch weitere an, die für ihn zwar zu XP gehören, deren Anwendung er jedoch erst nach Verinnerlichung der Hauptprinzipien empfiehlt, da sie gewisse Risiken in sich tragen.

Der Tatsache, dass XP nicht nur den Softwareentwickler betrifft, widmet Beck ebenfalls ein Kapitel, indem er aufzeigt wie z.B. Tester, Projekt Manager und auch Benutzer an den Prozessen mitwirken bzw. Anknüpfungspunkte haben.

Das Planen von Iterationen ist wichtig und Zeit ist eine eingeschränkte Ressource, diesen Tatsachen werden in eigenen Kapiteln Rechnung getragen, in denen beschrieben wird, wie mit dieser Problematik umgegangen werden kann (Stories, Schätzungen usw.). In „Testing: Early, Often, and Automated“ dreht sich alles rund ums Testen und der Autor versucht den Vorteil von häufigem Testen im Verhältnis zum Test nach Fertigstellung der Software zu unterstreichen.

Nachdem aufgezeigt wird, wie man XP anhand verschiedener Aspekten skaliert, beschreibt Beck im zweiten Teil des Buches, wie er die ersten Ansätze von eXtreme Programming entworfen, umgesetzt und erlebt hat. Außerdem zeigt er verschiedene Verbindungen zwischen XP und anderen Domänen wie z.B. der Automobilmanufaktur. Damit soll dem Leser aufgezeigt werden, woher die Ideen hinter XP kommen.

Zum Schluss geht Beck noch auf die verschiedenen Vorgangsweisen ein, wie XP in einem Team Fuß fassen könnte. Kernaussage hierbei ist: Entweder man macht seine Fehler selbst und lernt daraus, oder man holt sich jemanden der die Fehler bereits gemacht hat um von ihm zu lernen.

Fazit

Ein schnell zu lesendes Buch, dass einen inspiriert. Die Prinzipien und Werte sind ausführlich beschreiben und ermöglichen einem Team einen sanften schrittweisen Einstieg in XP . Wer keine Möglichkeit hat XP zu praktizieren, oder dies nicht möchte, findet in dem Buch dennoch einige interessante Ideen, die man in seinen Arbeitsalltag einfließen lassen könnte.

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